Ratgeber · Kosten & Vergleich

GOÄ-Abrechnungsprogramm im Vergleich: Was moderne Abrechnungssoftware leisten muss

· 8 Min. Lesezeit · Von Dr. Lampros Kampouridis

Wer heute nach einer GOÄ-Abrechnungssoftware sucht, trifft auf ein unübersichtliches Angebot: Desktop-Programme aus den 2000er-Jahren, teure Komplettlösungen für Großpraxen und neuere Cloudanbieter. Dieser Artikel zeigt, worauf es wirklich ankommt — und was die einzelnen Ansätze tatsächlich kosten.

Die drei Hauptansätze im Überblick

Beim Thema GOÄ-Abrechnung gibt es grundsätzlich drei Wege, die Praxen einschlagen können:

Alle drei Ansätze haben Vor- und Nachteile — entscheidend ist, welche Praxisgröße und welches Abrechnungsvolumen dahintersteckt.

Was kostet ein GOÄ-Abrechnungsprogramm wirklich?

Hier hilft nur ein ehrlicher Blick auf die Gesamtkosten — nicht nur den Listenpreis:

Ansatz Typische Kosten Versteckte Kosten
PVS / Verrechnungsstelle ca. 2–6 % des Privatumsatzes evtl. Bindungsfristen, Mahngebühren, geringe Datenkontrolle, zeitversetzte Auszahlung
Desktop-Software (PVS-integriert) 800–3.000 € / Jahr Update-Kosten, IT-Betreuung, meistens keine Mobilnutzung
Cloudbasierte Lösung 79–299 € / Monat (Flatrate) Keine — monatlich kündbar, inklusive Updates, volle Datenkontrolle

Bei einem monatlichen Privatumsatz von 15.000 € zahlt eine Praxis an eine klassische PVS zwischen ca. 300 und 900 € pro Monat. Eine cloudbasierte Flatrate liegt selbst im Pro-Bereich deutlich darunter.

Welche Funktionen sind bei einem GOÄ-Rechnungsprogramm unverzichtbar?

Überprüfen Sie für sich und Ihren eigenen Workflow, ob die ausgesuchte Softwareanwendung alle relevanten Anforderungen abdeckt. Diese Funktionen sollten zwingend vorhanden sein:

Desktop-Software vs. Cloudlösung: Was passt zu welcher Praxis?

Desktop-Programme sind oft Teil einer umfassenden Praxisverwaltungssoftware (PVS wie T2med, Medical Office, Tomedo oder x.isynet). Sie haben Stärken bei der GKV-Abrechnung und sind für Praxen sinnvoll, die ohnehin auf diesen Systemen aufbauen. Der GOÄ-Bereich ist dort jedoch oft nur ein Modul unter vielen — und selten State of the Art.

Cloudlösungen punkten bei:

Für reine Privatpraxen und Praxen mit Kassenmix, die ihre GOÄ-Abrechnung vom PVS-Alltag trennen möchten, ist eine spezialisierte Cloudlösung in aller Regel die kostengünstigere und flexiblere Wahl.

Worauf bei der Anbieterauswahl achten?

Neben Funktionsumfang und Kosten gibt es einige Kriterien, die leicht übersehen werden:

Medinvoice® ist eine spezialisierte Cloudlösung für die GOÄ-Privatliquidation — mit vollständiger GOÄ-Datenbank, digitalem Versand, automatischem Mahnwesen und monatlicher Flatrate ohne anteilige umsatzabhängige Gebühren.

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Fazit

Das „beste" GOÄ-Abrechnungsprogramm gibt es nicht pauschal — aber die meisten Niedergelassenen, die ausschließlich oder überwiegend Privatpatienten behandeln, fahren mit einer spezialisierten Cloudlösung günstiger und flexibler als mit einer PVS oder einem eingebetteten Desktop-Modul. Der entscheidende Rechner: monatlichen Privatumsatz × 2–6 % + Zusatzkosten pro Rechnung + 19% MwSt. = was Sie der PVS derzeit zahlen. Der Vergleich lohnt sich.

Überlegen Sie sich, ob Sie nicht auf eine kostengünstigere, modernere und unabhängigere Variante umstellen wollen, die Ihnen die digitale Infrastruktur für den Versand von GOÄ-Rechnungen an Ihre Patienten ermöglicht.